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Familienstellen - Vorgehen |
Der Klient/ die Klientin (K) formuliert in einem Vorabklärungsgespräch
sein/ihr Anliegen. Danach schlägt die Therapeutin (Th) vor, welche
Personen/ Symptome/ abstrakten Grössen des Systems von K aufgestellt
wrden. K. wählt aus einer Gruppe von Personen Darsteller aus und stellt
sie nacheinander im Raum auf und setzt sie in Beziehung zueinander, so
wie es gerade seinem momentanen Impuls entspricht.
K projiziert damit seine innere Wahrnehmung des Systems - vor allem
auch seines Platzes im System - nach aussen. Dieses Raumbild lässt man
zunächst ohne Worte wirken und gibt den Repräsentanten die Möglichkeit,
sich an ihrer Position einzufinden und wahrzunehmen, welche
Empfindungen sich bei ihnen einstellen. Die Darsteller sind mit
Radiogeräten zu vergleichen, welche ‚getunt' auf die Frequenz des
emotionalen Feldes von K Informationen empfangen.
Durch die Wahrnehmungen der Stellvertreter wird die K unbewusste
Dynamik sichtbar, die im aufgestellten System wirkt. Th und K erfassen
währenddessen aufmerksam das Bild: Welche Tendenzen zeigen sich beim
Einzelnen und im Gesamtsystem? Wer schaut wohin? Wer steht wie? Ist es
eher ein aufeinander bezogenes oder auseinanderstrebendes System? In
welchem Bereich ballt sich und kulminiert die Dynamik?
Die Stellvertreter können sich nun entweder frei bewegen oder sie
werden von Th umgestellt und miteinander konfrontiert.
Unausgesprochenes kann ausgesprochen und unterdrückte Gefühle können
gefühlt werden. Es wird auch ersichtlich, welche Verhaltensweisen von K
zu einer Entspannung der Dynamik führen können. Th führt die
Aufstellung so weit, bis für K die für den Moment optimale Lösung
ersichtlich wird. Indem dieses positive Lösungsbild von K bewusst
erfahren wird, kann eine lösende und heilende innere Dynamik angeregt
werden.
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